Tage, um einfach zu sein

Was, wenn es nichts zu tun gibt? Nichts zu erreichen. Niemand zu werden.
Was, wenn wir einfach sein dürfen? Mit allem, was ist.

Ten thousand flowers in spring, the moon in autumn,
a cool breeze in summer, snow in winter.

If your mind isn't clouded by unnecessary things, this is the best season of your life.

– Wumen Huikai 

Einfach sein

Was, wenn es nichts zu tun gibt? Nichts zu erreichen. Niemand zu werden.
Was, wenn wir einfach sein dürfen? Mit allem, was ist.

Immer wieder biete ich Tage der Stille an. Tage, um einfach zu sein. Um dem Leben zu lauschen - so wie es gerade ist.

Wir lauschen dem Atem, der uns nährt.
Unserem weisen Herz, das Antworten kennt auf Fragen, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie in uns tragen.

Lauschen der Erde, die uns hält, bedingungslos. Dem Rauschen der Blätter im Wind. Dem Bach, der seinen Weg durch den schattigen Wald findet. Dem Summen der Bienen. Den Schneeflocken, die alles in sanfte Stille hüllen. Dem Knistern des Feuers.

Im Rhythmus von Sitzen und Gehen, Sitzen und Gehen, üben wir uns im Nicht-Tun. Sitzen und Gehen. Die Wellen des Beschäftigtseins und Erledigens werden sanfter. Erlauben uns, das Hier und Jetzt zu spüren. Sitzen und Gehen. Das Gewahrsein wird weiter. Der Blick auf unser Leben klarer. Im Rhythmus von Sitzen und Gehen offenbart sich der Rhythmus unseres Lebens.

Ein Tag für alle, die eine eigene Meditationspraxis haben oder hatten, begleitet von Gedichten, genährt von gemeinsamem Essen und der Kraft der Verbundenheit Praktizierender.

In Siegsdorf/ Traunstein und mal auf Deutsch, mal auf Englisch.

Kommende Retreat-Tage

Herbst


12. Dezember 2026 - 10.00 – 18.00
Siegsdorf | Traunstein

Die Tage werden kürzer. Der Wind kälter. Die Luft klarer.

Sonne, die den rot und gelb werdenden Blättern der Bäume zuzuflüstern scheint: let it shine, shine in all your beauty. Und sie halten nichts zurück. Denn sie wissen: bald ist es an der Zeit loszulassen. Fallen zu lassen, was gewachsen ist, wie reif oder unvollständig auch immer.

Sich nach innen wenden, der Ernte des Jahres danken. Abschied nehmen, von dem, was war – und von dem, was nicht geworden ist.

Regen und Nebel. Der erste Schnee. Wolken verhüllen die Berge, vielleicht auch den Blick auf all die Möglichkeiten. Wie um uns zu sagen: you can rest. Du kannst dich ausruhen. Die Zeit des Erntens geht vorüber und du kannst nähren, umsorgen, was es zu nähren und umsorgen gilt. Denn das ist der Zyklus allen Lebens. Auf alles Blühen folgt Loslassen. Damit sich im nächsten Jahr neues Leben entfalten kann.

Gemeinsam lauschen wir in unser Herz. Tragen die Fragen mit: für welche Ernte bin ich dankbar? Was gilt es loszulassen? Und was will umsorgt und genährt werden? Und vielleicht, wie Rilke meint, leben wir allmählich, ohne es zu merken, in die Antworten hinein.

Kosten: Auf Spendenbasis; Unkostenbeitrag von 15 EUR

Winter


Januar 2026 - 10.00 – 18.00
Siegsdorf | Traunstein

Bald mehr dazu.